Eichstätt ein sehens- und liebenswertes Städtchen, Stadt der meisterhaften Architektur. Die Fantasie der meist graubündener Baumeister hat Eichstätts Stadtbild über viele Jahrhunderte als Barockstadt geprägt.
Wohlklingende Namen wie Gabriel de Gabrielli, Mauritio Pedetti, Jakob Engel, Elias Holl und viele mehr spannen einen visuellen Bogen von Platz zu Platz. Ein prachtvoller Augenschmaus.
Kunst und Kultur finden Sie reichlich auf den barocken Plätzen, in lauschigen Gässchen, in bezaubernden Parkanlagen. Setzen Sie sich auf eine der zahlreichen Bänke, hören Sie in sich hinein und genießen sie das sanfte Plätschern unserer Barockbrunnen.
Sie werden verzaubert und begeistert sein vom südlichen Flair Eichstätts, des prunkvollen Barocks und ebenso von der Leichtigkeit unserer modernen Architektur, die durch ihre wohltuende Funktionalität und Formschönheit besticht.
1100 Jahre Stadt Eichstätt.
Eichstätt Sehenswürdigkeiten (einige) in Stichworten: Dom Bauteile vorwiegend des 11. bis 16. Jahrhunderts über Vorgängerbauten seit dem 8. Jh.. Spätgotische Hallenkirche mit Mortuarium und Kreuzgang. Barocke Westfassade von Gabriel de Gabrieli (1716-18), Pappenheimer Altar (1489-97), Hochaltar (um 1480 und 1884), Hl. Willibald, wohl von Loy Hering (1514), Buchenhüller Madonna (um 1430), Glasfenster von Hans Holbein d.Ä. (um 1500).
Diözesanmuseum In den Räumen über dem Kreuzgang finden Sie das Diözesan-Museum.
Ehemalige fürstbischöfliche Residenz Barocker Dreiflügelbau von Jakob Engel und Gabriel de Gabrieli (1700-27); Treppenhaus und Spiegelsaal im Stil des Rokoko von Mauritio Pedetti (1767 /68); Ausstattung u.a. von Johann Michael Franz (Deckengemälde) und Johann Jakob Berg (Stuck und Skulptur); 1817-1833 Residenz der Herzöge von Leuchtenberg; seit 1976 Landratsamt.
Residenzplatz Bedeutsame städtebauliche Anlage von europäischem Rang (zwei Sterne im Baedeker). Randbebauung von Gabriel de Gabrieli (1725-1736). Ehemalige Kavaliershöfe, ehemaliges Generalvikariat, Kanonikerhöfe, ehemalige fürstbischöfliche Kanzelei (Residenzplatz 2). Platzausgestaltung mit Marienbrunnen / Mariensäule von Mauritio Pedetti (1776 /77), Figuren von Johann Jakob Berg.
Evangelisch-Lutherische Pfarrkirche (Erlöserkirche) Backsteinbau von August Thiersch (1885-87) in frühchristlich und italienisch-romanischen Formen.
Schutzengelkirche Wandpfeilerkirche, wohl von Hans Alberthal (1617-20). Reiche Innenausstattung (1717 -39), Fresken von Johann M. Roßner (1717), Gemälde von Johann E. Holzer (Hochaltar 1739 und rechter vorderer Seitenaltar) und Johann G. Bergmüller (Seitenaltäre 1732 /33). Angrenzend ehem. Jesuitenkollegium (17. /18. Jh.), heute bischöfliches Priesterseminar. Leonrodplatz: Bauten des 17. und 18. Jahrhunderts von Jakob Engel, Gabriel de Gabrieli und Mauritio Pedetti, neubarocker Wittelsbacher Brunnen von Carl Sattler und Irene Hildebrand (1905).
Hofgarten Ehemals in französichem Stil angelegter Garten der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts, ab 1817 zu einem "Englischen Garten" umgestaltet. An der Südmauer Pavillons von Gabriel de Gabrieli (1739), Mittelpavillon durch Mauritio Pedetti zu einem Belvedere mit Fontäne verändert (1779 - 1781). Figurenschmuck und Brunnenanlagen von Johann Jakob Berg und Ignaz Breitenauer.
Zusammenspiel von Natur und Architektur (Sommerresidenz, Pavillons, Brunnen). Außergewöhnlicher Baumbestand (Arboretum) aus heimischen und exotischen Vertretern (Mammutbaum, Ginkobaum, Trompetenbaum).
Ehemals fürstbischöfliche Sommerresidenz Lustschloß mit mittlerem Wohntrakt und zum Garten geöffneten Galerieflügeln von Gabriel de Gabrieli (1735 -37); Festsaal mit Deckengemälde von Johann E. Holzer (1737). Heute Sitz der Universitätsverwaltung der Katholischen Universität Eichstätt Ingolstadt, Innenumgestaltung durch Karljosef Schattner.
Kapuzinerkloster und Kapuzinerkirche Hl. Kreuz und zum Hl. Grab Mitte 12. bis Mitte 15. Jh. Schottenkloster, seit Anfang 17. Jh. Kapuzinerkloster; Klosterbauten des 17. Jhs. ab 1985 fast vollständig durch Neubauten ersetzt. Schlichter barocker Kirchenbau (1623 -25), im barock ausgestatteten Innern als kunst- und kulturhistorische Kostbarkeit: Nachbildung des hl. Grabes von Jerusalem (um 1160).
Ostenfriedhof Katholische Friedhofskapelle Maria Schnee (bez. 1535, Veränderungen im 18. Jh. ); and den Wänden der Kapelle und der Umfassungsmauer zahlreiche historisch und künstlerisch bedeutsame Denkmäler, hier finden sich auch die Grabsteine für Gabriel de Gabrieli und Mauritio Pedetti.
Ehemaliges Kloster und Klosterkirche Notre Dame de Sacre Coeur Zentralbau von Gabriel des Gabrieli mit phantasievoll geschwungener Fassade (1719 -21); im Innenraum Fresken von Johann G. Bergmüller; das Inventar im Gefolge der Säkularisation und Profanierung (1806) veräußert; Klosterbauten von Benedikt Ettl.; Seit 1989 Sitz des Informationszentrums Naturpark Altmühltal mit Ausstellungen zu Natur, Kultur und Freizeitmöglichkeiten des Naturparks sowie angegliederter Biotopgarten.
Marktplatz mit Rathaus Mittelpunkt der Bürgerstadt mit Willibaldsbrunnen von Jakob Engel (1695), Figur des Heiligen Willibald wohl von Hans Krumper (1625 -28). Reste der ehem. Kollegiatspfarrkiche (Collegiata Eichstätt) Unserer Lieben Frau (1472 -1546), abgebrochen 1818, daneben mittelalterlicher Gebäudekomplex mit barocker Fassade, sonstige Platzrandbebauung meist aus dem 17. und 18. Jh. . Rathaus mit Turm mittelalterlich (1444), Umgestaltung in barock-biedermeierlichen Formen (1823 /24).
Kloster und Pfarrkirche Sankt Walburg Seit dem 9. Jahrhundert Grablege der Heiligen Walburga; 1035 Gründung des Benediktinerinnenklosters; weitläufige Klosteranlage des 17. und 18. Jhs. Barocker Kirchenbau von Martin Barbieri auf mittelalterlicher Grundlage (1629 -31); Turm von Benedikt Ettl (1746). Reiche Innenausstattung (ab 1664); Altargemälde von Joachim Sandrart und Johann H. Schönfeld. Zweigeschossige Gruftkapelle mit mittelalterlicher Grabanlage (um 1450 /60),spätgotischem Skulpturenschmuck und unzähligen Votivbildern und -gaben.
Kapelle Maria Hilf Sogenannte Wasserkapelle am Kapellbuck, Zunftkapelle der Tuchmacher und Färber: mittelalterlicher Chor (1457) und barockes Kirchenschiff (1656); Deckengemälde von Johann M. Franz.
Heilig Geist Spitalkirche Spital seit Mitte des 13. Jhs.; heute noch bestehende karikative Stiftung durch Bischof Martin von Eyb (1697 -1704) mit Spitalbauten und barockem Kirchenbau von Jakob Engel (1698 -1703), Innenausstattung des 18 Jahrhunderts.
Willibaldsburg Langgestreckte auf einer Bergzunge gelegene Anlage, von 1355 bis 1725 verteidigungsfähiger und repräsentativer Wohnsitz der Bischöfe von Eichstätt. Bauten von der Gründung bis ins 18. Jh. Bedeutsam die Hochrenaissanceanlage des Gemmingenbaus mit Zweiturmfassade nach den Plänen Elias Holls (1609 ff). Im Nordflügel des Gemmingenbaus seit 1976 das Juramuseum (Innenausbau durch Karljosef Schattner); im Südflügel das Ur- und Frühgeschichtliche Museum.
Jura-Museum Im Mittelpunkt stehen die weltberühmten Fossilien der Solnhofer Plattenkalke aus der Jura-Zeit. Kostbarstes Stück ist ein Original des Archaeopteryx. Der Aquarienraum zeigt "lebende Fossilien" wie Perlboot, Pfeilschwanz und Knochenhecht sowie Aquarien mit Korallen und Fischen. Eine Multivisionsschau informiert über die Entstehung des Lebens. www.jura-museum.de
Museum für Ur- und Frühgeschichte Eine Attraktion ist das Skelett eines ca. 6.000 Jahre alten Mammuts. Zeugnisse der Eisengewinnung der Keltenzeit sowie zahlreiche Funde aus den Römerkastellen bzw. -siedlungen sind ebenso zu sehen. Eine Besonderheit ist die "Groma", ein römisches Vermessungsgerät, das einzige seiner Art, das nördlich der Alpen gefunden wurde.
Marienkapelle auf dem Frauenberg Zierlicher Zentralbau, vollendet durch Gabriel de Gabrieli (1739); Ausstattung und Mariengnadenbild des 18. Jahrhunderts.
Kloster Rebdorf Ehemaliges Augustinerchorherrnstift, gegründet um 1165. Romanische und gotische Basilika (12. /13. Jahrhundert), barockisiert durch Matthias Seybold (1732 -34); Fresken von Josef Ditrich, reiche Stukkaturen; das bewegliche Inventar ging im Gefolge der Säkularisation verloren. Klostergebäude des 18. Jahrhunderts, Konventbau mit 183 Meter langer Schauseite zur Altmühl und repräsentativer Arkadenhof von Gabriel de Gabrieli (1715 ff.).
Figurenfeld Im Hessental, drei Kilometer entfernt zwischen Eichstätt und Landershofen gelegen und auch über die Jurahochstraße erreichbar (Parkplatz), liegt das von Bildhauers Alois Wünsche-Mitterecker (1903 bis 1975) geschaffene Figurenfeld, das mit 78 plastischen Darstellungen die Leiden veranschaulicht, die Kriege verursachen. Die Absicht des Künstlers war, ein Mahnmal für Frieden und Freiheit und gegen Krieg und Gewalt in der kargen Juralandschaft zu schaffen.
Museum Bergér Im Privatmuseum Bergér ist eine überwältigende Auswahl an Fossilien zu sehen, die alle rund um den Eichstätter Blumenberg gefunden worden sind. Als einmaliger Fund gilt ein Raubfisch, der beim Verschlingen seiner Beute den Tod fand. Versteinerungen, Mineralien, Schmuck- und Edelsteine können im Museumsladen gekauft werden.
Bastionsgarten "Hortus Eystettensis" Informationsgarten über die Pflanzenwelt des "Hortus Eystettensis" auf der östlich gelegenen Schmiedebastion der Willibaldsburg. Der weltbekannte Renaissancegarten wurde unter Fürstbischof Johann Konrad von Gemmingen Ende des 16. Jahrhunderts eingerichtet. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Anlage weitgehend vernichtet. Der Informationsgarten ist bepflanzt nach handkolorierten Kupferstichen in dem berühmten Prachtband von Basilius Besler aus dem 17. Jahrhundert.
Westenfriedhof Der Westenfriedhof diente vom 16. bis zum 19. Jahrhundert als Begräbnisstätte. Heute ist er die stimmungsvolle, beschauliche Parkanlage mit barocker Kreuzigungsgruppe und zahlreichen historischen Grabsteinen. An der Südseite der kleinen Rechteckanlage die Friedhofskapelle St. Michael (1536). Der Westenfriedhof, eine durchaus lesenswerte Geschichte.
Ein Blick in die Kirchengeschichte Quelle: Erzbistum Bamberg Benedikt XVI. ist der achte deutsche Papst
In der Kirchengeschichte hat es bisher sieben deutsche Päpste geben. Dabei bildete das 11. Jahrhundert einen Schwerpunkt. Zuletzt war vor fast 500 Jahren, in den Anfängen der Reformation, Hadrian VI. Kirchenoberhaupt.
* Gregor V. (996-999), Brun, Sohn Herzog Ottos von Kärnten, Urenkel Ottos des Großen, Hofkaplan Ottos III. Wurde als 24-Jähriger in Ravenna von Otto III. zum Papst designiert und von den Kardinalbischöfen von Ostia, Porto und Albanum geweiht und gekrönt als Gregor V. Beigesetzt in der Peterskirche in Rom.
* Clemens II. (1046-1047), vorher Suidger (aus sächsischem Adel), mit Zustimmung Heinrichs III. (1039-1056) gewählt von Klerus und Volk von Rom auf Vorschlag des Abtes Odilo von Cluny. Wurde vergiftet, starb am 9. Oktober 1047. Sein Grab im Bamberger Dom ist das einzige Papstgrab nördlich der Alpen.
* Damasus II. (17. Juli -9. August 1048), Bischof Poppo (Bruno) von Brixen, aus fränkisch-bayerischem Adelsgeschlecht. Auf Drohungen des Kaisers hin führte Markgraf Bonifaz II. von Tuszien Bischof Poppo mit Waffengewalt nach Rom, wo er am 16. Juli 1048 einziehen konnte. Bischof Poppo nannte sich nach seiner Inthronisation Damasus II. Sein Pontifikat ist eines der kürzesten der Geschichte, nur 23 Tage - er starb am 9. August 1048 in Palestrina wahrscheinlich an Malaria. Sein Grab ist in Rom in der Kirche S. Lorenzo fuori le Mura.
* Leo IX. (1049-1054), heilig gesprochen. Stammt aus dem Geschlecht der Grafen von Dagsburg und Egisheim (Elsaß), Vetter Heinrichs III. Kämpfte gegen Simonie (Kauf und Verkauf geistiger Ämter) und Laieninvestitur (Geistliche Ämter für Laien). In sein Pontifikat fiel die endgültige Trennung Roms von Konstantinopel (1054). Beigesetzt im Petersdom in Rom.
* Viktor II. (1055-1057). Bischof Gebhardt von Eichstätt und Kanzler des Kaisers, Sohn von Hartwich und Beliza aus der Familie der Grafen von Dollnstein-Hirschberg. Der letzte deutsche Bischof auf dem Papstthron und der letzte von einem Kaiser - Heinrich III. - eingesetzte Papst. Er führte Kirchenreformen weiter. Beigesetzt in Ravenna in der Kirche S. Maria Rotonda.
* Stephan IX. (2. August 1057 -29. März 1058), Friedrich, Sohn Gozelos I., Herzogs von Lothringen. Setzte sich für Kirchenreformen ein, starb auf einer Reise in Florenz, wo er auch in der Kirche S. Reparata beigesetzt ist.
* Hadrian VI. (9. Januar 1522 -14. September 1523). Stammt aus Utrecht, das damals zum Heiligen Römischen Reich deutscher Nation gehörte. Sohn armer Eltern. Er ist der letzte Papst, der sich selber als Deutscher betrachtete, und der letzte nicht-italienische Papst bis zur Wahl des Polen Karol Wojtyla 1978 (Johannes Paul II.).
Versuchte vergeblich durch einen Legaten auf dem Reichstag zu Regensburg die Ächtung des Reformators Martin Luther (Wormser Edikt) durchzusetzen und die Einheit des Glaubens zu bewahren. Hadrians asketische Lebensweise stieß in der verweltlichten Kurie in Rom auf großen Widerstand. Zunächst beigesetzt im Petersdom, 1533 übergeführt in die deutsche Nationalkirche Santa Maria dell'Anima.
Krach-Führungen In der Eichstätter Geschichte gilt der Schlossleutnant Lorenz Krach, als eine der legendärsten und listenreichsten Personen. 2005 jährte sich sein Tod zum 200. Mal.
Als die napoleonischen Kriege das Land verwüsteten, blieben auch das Fürstbistum und Eichstätt nicht verschont, am 12. September 1796 besetzten die Franzosen mit 12.000 Mann in die Stadt.
Auf der Willibaldsburg war die Lage verzweifelt, denn außer dem Leutnant Krach bestand die Besatzung der Burg nur aus einigen schlecht bewaffneten Invaliden. Doch Krach griff zu einer List - als die Franzosen auf die Burg zu marschierten, ließ er von seinem Korporal Schierling die Schießscharten der Burg mit Ofenrohren belegen, die Zugbrücke hochziehen und die Tore schließen. Wie die Geschichte weiter geht ...??? Die Tourist Information Eichstätt bietet eine Stadtführung zu den Spuren dieses berühmten Eichstätters an und erteilt auch nähere Auskünfte.
Quelle: Tourist Information Eichstätt u.a.m. Das Paradeis-Ensemble, eine historische Häusergruppe, urkundlich belegt seit 1248. Nur einen Katzensprung vom Hotel Adler entfernt. Nachbarschaftshilfe
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